Pizza wird mit dem Pizzaschieber aus dem brennenden Pizzaofen entnommen

Pizzaofen richtig befeuern – so knackt er die 500 °C!

Wie zum Teufel befeuere ich diesen Kasten richtig? Alle, die einen mobilen Pizzaofen besitzen, haben sich diese Frage früher oder später schon mal gestellt. Kommt dir das bekannt vor? Gehörst du auch zu der Fraktion, die mit fetten Fragezeichen auf der Stirn vor ihrem Ofen steht? Dann bist du hier genau richtig!

Wir haben uns für dich zahllose Nächte um die Ohren geschlagen und jede Menge Pizza-Moppeds in den Ofen geschoben, um dir hier nicht nur den ultimativen Guide fürs Befeuern deiner mobilen Pizzeria runterzuschreiben, sondern auch gleich ein Tutorial-Video zu drehen, in dem wir alles mit dir durchgehen.

Angefangen bei den häufigsten Fragen, der Auswahl des richtigen Brennstoffs bis hin zu einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anfeuern deines Ofens findest du hier alles Notwendige, um beim Pizzabacken auf höllisch heiße Temperaturen von bis zu 500 °C zu kommen!

Pizzaofen befeuern - FAQ

  • Wie bekomme ich meinen Pizzaofen auf 500 °C?

Kurz und knackig: Feuere NERO zunächst mit Pellets an und heize ihm dann mit Pellets und Holz abwechselnd ein. Achte darauf, nicht zuviel Brennstoff auf einmal einzufüllen, damit du das Feuer nicht erstickst oder dir die Flammen aus dem Ofen schlagen. Wie genau das funktioniert, kannst du im Video sehen oder weiter unten nachlesen!

  • Mein Pizzaofen kommt (laut Thermometer) nicht auf die richtige Temperatur – was ist das Problem?

Die Temperatur kann je nach Wind, Wetter und Hitzeverteilung im Ofen zwischen Thermometer und Innenraum abweichen. Wichtig ist, dass die Flammen konstant an der Decke des Ofens entlangschlagen und du den Ofen (bzw. den Pizzastein) lange genug vorgeheizt hast. Wenn du es ganz genau wissen willst, benutzt du am besten ein Laserthermometer für den Innenraum.

  • Meine Pizzen werden nicht kross – woran liegt‘s?

Auch wenn das Thermometer auf Anschlag ist, kann es sein, dass krosser Teig Fehlanzeige bleibt. Stell zunächst sicher, dass du den Ofen lang genug vorgeheizt hast. Der Pizzastein benötigt 15-20 Minuten, um die Hitze vollständig aufzunehmen. Überprüfe dann, ob Flammen hinter dem Hitzeschutzblech nach oben schlagen und für die nötige Oberhitze sorgen. Dies passiert, wenn du die Brennkammer konstant nachfüllst und das Brennmaterial ggf. nach vorne an das Hitzeschutzblech schiebst.

  • Welches Holz für den Pizzaofen verwenden?

Das Holz sollte die richtige Größe haben und komplett trocken sein. Kamin-Anzündholz aus dem Baumarkt eignet sich super, wenn du die Scheite nicht selber zerkleinern möchtest. Ansonsten hältst du dich am besten an harte Holzarten (bspw. Buche, Eiche, Esche) – sie verbrennen besonders heiß und ausdauernd.

  • Welche Pellets für den Pizzaofen verwenden?

Benutze für deinen Pizzaofen ausschließlich komplett trockene und dafür geeignete Grill- oder Smoker-Pellets. Pellets, die zum Heizen verwendet werden, enthalten oft Sägemehl, Kleber, Lösungsmittel und andere Zusatzstoffe!

Deine Frage war nicht dabei oder du willst es genauer wissen? Dann kommt hier das richtige Tutorial mit allen Details für dich und deinen Pizzaofen!

Pizzaofen anheizen leicht gemacht!

Wir haben uns für dich zahllose Nächte um die Ohren geschlagen und jede Menge Pizza-Moppeds in den Ofen geschoben, um den ultimativen Guide fürs Befeuern deiner mobilen Pizzeria zu schreiben. Angefangen bei der Auswahl des richtigen Brennstoffs bis hin zu einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anfeuern deines Ofens findest du hier alles Notwendige, um beim Pizzabacken auf höllisch heiße Temperaturen von bis zu 500 °C zu kommen!

Also bereitete schon mal Teig und Sugo vor – den Rest erledigen wir zusammen.

Mit diesem Holz heizt du deinem Pizzaofen richtig ein

Stell dir das Befeuern eines Pizzaofens wie 'ne ausgewogene Ernährung vor: Ohne vernünftiges Futter – sprich den richtigen Brennstoff – bekommst du deinen Körper niemals auf Touren. Gleiches gilt für das kleine Kraftpaket NERO. Doch statt Karotten oder Selleriestangen benötigt dein Pizzaofen Brennmaterial, das möglichst langanhaltend und gleichmäßig verbrennt, damit er ordentlich auf Temperatur kommt

Nach unzähligen Back-Sessions und (natürlich rein wissenschaftlichen) Pizzafressorgien in unserer Grillgarage haben wir herausgefunden, dass sich dafür am besten eine Mischung aus kompakt gepressten Pellets und klein geschnittenen Holzscheiten eignet. Alternativ bieten sich auch Grillkohle und Briketts an.

Pellets sind allerdings nicht gleich Pellets. Benutz zum Anfeuern deines Pizzaofens ausschließlich dafür geeignete Grill- oder Smokerpellets. Von Pellets für Heizungen solltest du dagegen lieber die Finger lassen. Die enthalten oft Sägemehl, Kleber, Lösungsmittel und andere Zusatzstoffe – sowas möchtest du nicht auf deiner Pizza haben, glaub mir.

Auch bei den Holzscheiten gibt's eine wichtige Sache zu beachten: Die Dinger müssen komplett trocken sein, ansonsten würden sie nur schwelen, qualmen und nicht richtig brennen. Wenn du nicht selber die Axt schwingen willst, findest du passende Scheite übrigens als Kamin-Anzündholz in Baumarkt und Co.

MEIN TIPP:

In unserem Shop findest du eine Auswahl an BBQ-Pellets zum Befeuern von pelletbetriebenen Pizzaöfen, Smokern und Grills. Die Pellets sind aus reinem europäischem Hartholz gefertigt und frei von Verbundstoffen und anderen Zusätzen.

So bringst du deinen Pizzaofen für Zuhause auf 500 °C

1. Pizzaofen anzünden

Nimm die Feuerbox am Holzgriff aus dem Pizzaofen, gib eine Handvoll Pellets in die Box und zünde sie an, bis sie richtig brennen. Achte darauf, die Feuerbox nicht zu überladen. Zu viele Pellets würden das Feuer ersticken.

Fürs einfache Anzünden eignet sich besonders gut ein Bunsenbrenner. Den kriegst du schon für 'n paar Euro im Baumarkt. Ansonsten kannst du auf ein in Pflanzenöl getränktes Stück Zeitungspapier zurückgreifen. Auch klassische Grillanzünder, wie Anzündwürfel oder -wolle aus Holz, sind 'ne gute Alternative.

Bitte niemals Spiritus zum Anzünden verwenden. Zum einen verhindert das Zeug ein kontrolliertes Abbrennen deiner Pellets und zum anderen besteht durch die austretenden Gase die Gefahr einer Verpuffung mit meterhohen Flammen.

Ist die erste Ladung Pellets fast heruntergebrannt, füg eine weitere Handvoll hinzu und warte noch einmal ein paar Minuten, bis sie richtig brennen.

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2. Pizzaofen anfeuern

Gib nun 1-2 Holzscheite über den Schacht in die Brennkammer und lass diese ebenfalls ordentlich brennen. Leg wie bei den Pellets nicht zu viel nach, damit das Feuer die Chance hat, heißer zu werden.

Damit deine Pizzen später von oben richtig schön knusprig werden, ist eine ordentliche Oberhitze essenziell. Achte deshalb darauf, dass hohe Flammen entstehen, die aus der Feuerbox an die Decke schlagen und über die Decke in den Innenraum geleitet werden. So bekommst du garantiert die gewünschte Oberhitze.

HINWEIS:

Du hast bis hier hin alle Schritte befolgt, aber deine Flammen sind immer noch mega mickrig? Dann check als erstes deine Holzscheite. Sind sie vielleicht doch nicht komplett trocken oder ein wenig zu groß geraten? Eventuell kann es auch sein, dass deine Pellets Feuchtigkeit gezogen haben. Deswegen musst du unbedingt darauf achten, diese immer an einem trockenen Ort aufzubewahren.

Im schlimmsten Fall lässt du den Inhalt der Feuerbox einmal komplett ausbrennen und die Asche auskühlen, bevor du sie entsorgst. Prüf anschließend ausgiebig dein Equipment und starte einen neuen Versuch.

Blick in den Innenraum des Pizzaofens mit an der Decke schlagenden Flammen

3. Pizzaofen anheizen

Lass 1-2 Füllungen durchbrennen. Fülle dazu am besten Pellets und Holzscheite im Wechsel über den Schacht nach. Schieb den Brennstoff zudem nah ans Trennblech für maximale Oberhitze. Dabei solltest du aber unbedingt feuerfeste Grillhandschuhe tragen, damit du dir nicht die Pfoten verbrennst. Bis NERO auf voller Temperatur ist, dauert es ca. 15-20 Minuten.

UNSER TIPP:

Wir können es nicht oft genug betonen: Weniger ist beim NERO definitiv mehr! Pack die Feuerbox nicht zu voll und lass die Flammen immer hoch brennen, bevor du nachlegst. Denn merke: Weniger Flammen heißt auch weniger Hitze an der Pizza.

Pellets werden in den Nachfüllschacht des Pizzaofens geworfen

4. Pizzaofen auf Temperatur halten

Um NERO auf voller Leistung zu halten, gib nach 2-3 Pizzen ein paar weitere Pellets und Holzscheite nach. Dabei immer ca. 5-10 Minuten warten, bis alles brennt und kein Qualm mehr aus dem Schornstein kommt.

Damit die Pizzaparty nicht endet – unsere Spezial-Tipps

Jetzt, wo du weißt, wie du deinen Pizzaofen zu Höchstleistungen treiben kannst, gibt's von uns zum Schluss noch ein richtig fettes Goodie – und zwar unsere Special Hacks für deinen NERO. Damit wirst du garantiert zum krassesten Pizzaiolo in town!

  • Öffne die Tür immer nur kurz, damit keine wertvolle Hitze verloren geht.
  • Dein NERO sollte unbedingt windgeschützt stehen. Der Grund: Wenn starker Wind über deine Terrasse oder durch den Garten bläst, kann das die Leistung mindern. Gleiches gilt für niedrige Außentemperaturen. Deswegen plane ein, dass es im Winter auch in deinem Pizzaofen 'n Tacken kühler zugeht.
  • Leere die Feuerbox ca. alle 8-10 Pizzen. Zu viel Asche erstickt das Feuer bzw. blockiert den Luftzug.
  • Je heißer der Ofen, desto aufmerksamer muss der Pizzabäcker sein: Bei bis zu 500 °C solltest du deine Pizza nach ca. 45 Sekunden um 180 ° drehen (also die Seite, die vorher zum Höllenfeuer gerichtet war, zeigt nach dem Drehen zu dir), damit der Teig an allen Stellen gleichmäßig durchbackt und nicht schwarz wird.
  • Leg die Pizza möglichst nah an die Tür, sonst verkokelt sie dir bei maximaler Hitze womöglich am hinteren Rand.
  • Wenn dir die Temperatur zu heiß zum Hantieren ist, kannst du nach den ersten 30-45 Sekunden die Tür auch einfach offenlassen und die Pizza beständig drehen. Dank des Pizzasteins aus hitzespeichernden Cordierit sollte sie von unten gut durchgebacken sein. Wichtig ist das Drehen, damit der Rand gleichmäßig hochbackt.
  • Trage, um dich selbst vor der Hitze zu schützen, am besten hitzebeständige Grillhandschuhe und eine robuste Grillschürze!

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