Pizza im Anschnitt auf bemehlter Arbeitsfläche, man sieht den luftig aufgebackenen Rand

Pizzateig mit Biga

Du hast schon Einiges versucht, aber du kommst einfach nicht an den Pizzateig vom Italiener ran und bist selbst nach dem 100. Rezept einfach nur noch gefrustet. Nice, dass du mit diesem Rezept für Pizzateig mit Biga ab sofort geschmeidig abliefern und dem Lieferservice „Ciao Kakao“ sagen kannst. Biga, das ist nix anderes als ein ziemlich fester italienischer Vorteig mit viel Mehl (in diesem Fall wandern gleich 100 % rein), wenig Wasser und ‘ner homöpathischen Dosis Hefe. Kompletter Gamechanger, versprochen!

Das einzige, was du für eine Pizza mit Biga brauchst: Ein bisschen Vorlauf. Genauer gesagt zwei Tage, weil der Teig in zwei Stufen vorbereitet wird. Der feste Hefevorteig, für den du das ganze Mehl (100 % halt) verwendest, darf zunächst volle 2 Tage (jupp!) im Kühlschrank reifen. So musst du danach nur noch Wasser und Salz dazugegeben, und hast ‘nen Pizzateig, den du ein paar Stündchen später sofort verbacken kannst. Theoretisch funktioniert der Vorteig übrigens auch, wenn du einen Teil des Mehls erst im zweiten Schritt zugibst, aber ganz ehrlich: Grade durch die Fermentation im Kühlschrank bekommen Mehl und Teig ja die nicen Aromen, insofern: All in!

MEIN TIPP:

Wenn dir die Teigführung bei diesem Rezept zu lang dauert, probier doch einfach mal einen Pizzateig mit Poolish aus. Anders als beim Biga machst du hier einen ziemlich flüssigen Vorteig. In der weichen Mische kann die Hefe sich leichter bewegen und vermehren – und macht auch deinen Hauptteig ruckzuck bereit zum Backen.

Zutaten

Für 4 Personen

Für den Vorteig

  • 500 g Weizenmehl Tipo 00
  • 250 ml Wasser
  • 5 g Hefe (frisch)

Für den Hauptteig

  • 100 ml Wasser
  • 10 g Salz
  • 4 EL Olivenöl

Equipment

  • Küchenmaschine (optional)
  • tiefes Backblech oder
  • große Auflaufform
  • Frischhaltefolie
Nährwerte
Pro Portion
  • kcal
    489
  • khdr.
    89g
  • Fett
    8g
  • Eiweiß
    13g

Zubereitung

  • 1

    Für den Vorteig: Hefe mit Wasser verrühren und mit dem Mehl vermischen. Im Kühlschrank 48 Stunden gehen lassen.

  • 2

    Für den Hauptteig: Salz im Wasser auflösen. Schluckweise zum Vorteig geben und unterkneten, bis die gesamte Flüssigkeit aufgenommen wurde. Der Teig sollte elastisch sein, sich leicht vom Schüsselrand lösen und nicht reißen. Abgedeckt bei Zimmertemperatur 1 Stunde gehen lassen.

  • 3

    Teig nach 30 Minuten einmal Dehnen und Falten. Dazu je eine Seite des Teiges greifen und nach oben ziehen, dann in die Mitte falten und andrücken. Der Teig sollte dabei so weit gedehnt werden wie möglich, ohne dass er reißt. Die Schüssel um je 90 Grad drehen und noch 7 Mal wiederholen, bis alle Seiten 2 Mal zur Mitte gefaltet wurden. Teig im Anschluss wieder abdecken und weiter gehen lassen.

  • 4

    Nach 1 Stunde Teig in 4 gleichgroße Portionen teilen, zu Kugeln formen und anschließend rund schleifen. Dazu die Teigkugel locker zwischen der hohlen Hand und Arbeitsfläche gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis der Teig eine glatte Oberfläche gebildet hat.

  • 5

    Blech mit Olivenöl bestreichen, Teigkugeln mit Abstand daraufsetzen und mit Öl bepinseln. Blech mit Klarsichtfolie umwickeln und bis zur Verwendung weitere 2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.

  • 6

    Teigkugeln auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durch Drücken und Ziehen mit den Händen von der Mitte nach außen zu einer runden Pizza formen. Ca. 3 cm Rand lassen.

  • 7

    Pizzateig anschließend nach Belieben belegen und backen.